Wetter auf Gran Canaria 03.03.2025
Heftiger Regen auf Gran Canaria
Sturzfluten und Überschwemmungen in Telde am 3. März 2025
Am Montag, den 3. März 2025, wurde Gran Canaria von heftigen Regenfällen getroffen, die in mehreren Regionen der Insel zu Überschwemmungen, Erdrutschen und erheblichen Sachschäden führten. Besonders betroffen war die Gegend um Telde, wo Sturzfluten Straßen überfluteten, Autos fortspülten und die Infrastruktur erheblich beeinträchtigten. Die Behörden riefen den Notstand aus und warnten vor weiteren Unwettern in den kommenden Tagen.
Sturzfluten in Telde: Autos von Wassermassen mitgerissen
Die Stadt Telde erlebte eines der schlimmsten Hochwasserereignisse der letzten Jahre. Innerhalb weniger Stunden fielen enorme Regenmengen, die die Kanalisation und die natürlichen Abflusswege der Stadt überlasteten. Besonders dramatisch war die Lage im Stadtviertel San José de Las Longueras, wo ein Wasserbecken mit 700.000 Litern platzte. Die Wassermassen ergossen sich mit hoher Geschwindigkeit über Straßen und Wege und rissen mehrere Fahrzeuge mit sich. Einige Autos wurden sogar bis ins Meer gespült.
Wetter auf Gran Canaria
Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen, in denen Anwohner versuchten, ihr Hab und Gut vor den Fluten zu retten. Glücklicherweise gab es bislang keine Berichte über Verletzte oder Tote, jedoch sind die materiellen Schäden enorm.
Auswirkungen auf Infrastruktur und Verkehr
Durch die starken Regenfälle wurden zahlreiche Straßen blockiert, einige durch Überschwemmungen, andere durch umgestürzte Bäume oder Erdrutsche. Besonders betroffen waren die Verbindungsstraßen in den höheren Lagen der Insel, wo Schlamm- und Gerölllawinen den Verkehr lahmlegten.
Der Flughafen Gran Canaria (LPA) meldete Verspätungen und Flugausfälle, da die Landebahnen teilweise überflutet waren. Die kanarische Fluggesellschaft Binter Canarias riet Passagieren, vor der Abreise ihren Flugstatus zu überprüfen, da es zu kurzfristigen Stornierungen kommen könnte.
Alarmstufe ausgerufen: Behörden rufen zur Vorsicht auf
Die kanarische Regierung reagierte schnell auf das extreme Wetterereignis und setzte die Region Gran Canaria in den Notstand. Ab 14:15 Uhr wurde eine offizielle Alarmstufe für mehrere Gemeinden ausgerufen, darunter:
- Telde
- Arucas
- Teror
- Las Palmas de Gran Canaria
- Santa Brígida
- Valsequillo
Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, unnötige Reisen zu vermeiden und nach Möglichkeit in ihren Häusern zu bleiben.
Videos und Bilder dokumentieren die Zerstörung
In den sozialen Medien verbreiteten sich zahlreiche Videos und Fotos, die das ganze Ausmaß der Überschwemmungen zeigen. Besonders dramatisch war ein Video aus Telde, in dem zu sehen ist, wie ein Auto von den Fluten erfasst und ins Meer gespült wird. Anwohner filmten das Chaos und teilten ihre Erlebnisse auf Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram.
Die Feuerwehr und die Notdienste arbeiteten unermüdlich daran, eingeschlossene Menschen zu retten, Keller leerzupumpen und blockierte Straßen freizuräumen. Dennoch bleiben einige Viertel weiterhin ohne Strom, da Sicherungssysteme abgeschaltet wurden, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
Ursachen des Unwetters: Kaltfront bringt extreme Niederschläge
Die außergewöhnlich starken Regenfälle wurden durch eine intensive Kaltfront verursacht, die sich von Westen her über die Kanarischen Inseln bewegte. Meteorologen warnten bereits im Voraus vor möglichen Unwettern, doch die Intensität der Niederschläge übertraf alle Prognosen.
Die Wetterdienste meldeten, dass am Montag innerhalb von nur wenigen Stunden mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter fielen – das entspricht fast einem Drittel des durchschnittlichen Jahresniederschlags auf Gran Canaria!
Diese plötzlichen Starkregenfälle führten dazu, dass sich Flussbetten („Barrancos“), die normalerweise trocken sind, in reißende Ströme verwandelten.
Wie geht es weiter? Prognose für die nächsten Tage
Laut Wetterexperten ist noch keine sofortige Besserung in Sicht. Die Prognosen für die kommenden Tage deuten darauf hin, dass es weiterhin schauerartige Regenfälle und Sturmböen geben wird. Eine Entspannung der Lage wird frühestens ab Mittwoch erwartet.
Die Behörden raten allen Einwohnern und Touristen, sich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage zu informieren und die Warnungen der Notfalldienste ernst zu nehmen.
Ein schwerer Tag für Gran Canaria
Die schweren Regenfälle haben gezeigt, wie verwundbar selbst eine sonnige Insel wie Gran Canaria gegenüber Naturgewalten sein kann. Während die materiellen Schäden erheblich sind, bleibt die gute Nachricht, dass bislang keine Verletzten oder Todesopfer gemeldet wurden.
Dennoch wird es Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis die aufgerissenen Straßen, beschädigten Häuser und überfluteten Geschäfte wieder instand gesetzt sind. Die Menschen auf Gran Canaria zeigen jedoch bereits, dass sie gemeinsam diese schwierige Situation bewältigen werden.